Beginnen Sie nicht mit dem Paketpreis, sondern mit einem normalen Urlaubstag
Frühstückskaffee, Wasser für den Landgang, ein Getränk am Nachmittag, Wein zum Abendessen und vielleicht noch etwas an der Bar: Wer so einen Tag realistisch durchgeht, kommt schneller zu einer brauchbaren Antwort als mit einer pauschalen Faustregel.
Hinzu kommt: Manche Reedereien haben bereits Getränke im Reisepreis. Bei AMADEUS sind zum Beispiel bestimmte Getränke zu Mittag- und Abendessen genannt. VIVA packt deutlich mehr Getränke in sein All-Inclusive-Modell. Bei Nicko kann auf fast allen Flussschiffen ein eigenes Getränkepaket gebucht werden.
Vier Situationen, in denen ein Paket eher sinnvoll werden kann
Auf langen Fahrtagen nutzen Sie Bar und Lounge häufiger als bei einer Route mit ganztägigen Landgängen.
Kaffee, Wasser, Softdrinks, Wein und Cocktails summieren sich anders als ein einzelnes Glas zum Abendessen.
Manche Gäste zahlen lieber vorher etwas mehr und möchten nicht bei jeder Bestellung über die Bordrechnung nachdenken.
Bei Nicko gilt das Paket für alle Personen derselben Kabine. Zwei sehr unterschiedliche Gewohnheiten verändern deshalb die Rechnung.
Wann Einzelabrechnung vernünftiger sein kann
Wenn Sie morgens früh von Bord gehen, erst zum Abendessen zurückkommen und danach vielleicht noch ein Getränk bestellen, kann ein Paket mehr enthalten, als Sie tatsächlich nutzen. Das gilt umso mehr, wenn Tischgetränke bereits im Reisepreis stehen.
Auch bei einer sehr kurzen Reise kann es sinnvoll sein, die einzelnen Getränke nicht mit einem Paket zu überfrachten. Der Komfort eines festen Pakets ist real, aber er muss nicht für jeden Gast denselben finanziellen Wert haben.
Der häufigste Rechenfehler: nur eine Person betrachten
Einige Pakete werden nicht für eine einzelne Person der Kabine angeboten. Nicko nennt sein Getränkepaket beispielsweise für alle in der Kabine untergebrachten Gäste und für die komplette Reisedauer. Wenn eine Person viele Getränke nutzt und die andere fast nur Wasser trinkt, muss die Rechnung beide berücksichtigen.
All-Inclusive ist etwas anderes als ein zubuchbares Getränkepaket
Bei VIVA gehören Getränke, Minibar, WLAN und Crew-Trinkgeld zum veröffentlichten All-Inclusive-Konzept. A-ROSA Premium enthält eine veröffentlichte Getränkeauswahl, bietet für weitere Getränke aber ein zusätzliches Paket. Plantours arbeitet je nach Flussschiff mit unterschiedlichen Getränkepaketen. Deshalb sollten Sie nie nur zwei Paketpreise nebeneinanderstellen.
Schreiben Sie für einen typischen Tag fünf bis sieben Getränke auf, die Sie wirklich bestellen würden. Multiplizieren Sie das mit den Tagen, an denen Sie überwiegend an Bord sind. Danach vergleichen Sie diesen persönlichen Bedarf mit dem Paket für alle Kabinengäste.
Quellen zu dieser Seite
Stand der Angaben: 20.08.2026
- Nicko Cruises – Getränke auf Flussreisen – Paketumfang und Buchungsbedingungen.
- A-ROSA – Preissystem – Tarife und zusätzliches Getränkeangebot.
- VIVA Cruises – All-Inclusive – Getränke und weitere Bordleistungen.
- Plantours – Inklusivleistungen – Schiffsbezogene Getränkepakete.
Häufige Fragen zum Getränkepaket
Muss ein Getränkepaket immer für die ganze Reise gebucht werden?
Das hängt von der Reederei ab. Nicko nennt das Paket für die gesamte Kreuzfahrt. Andere Anbieter haben eigene Bedingungen.
Lohnt sich ein Paket, wenn ich keinen Alkohol trinke?
Das kann trotzdem sein, wenn viele alkoholfreie Getränke, Kaffee und Wasser enthalten sind. Rechnen Sie deshalb mit Ihrem tatsächlichen Tagesbedarf und dem Preis für alle Kabinengäste.
Sind Getränke zu den Mahlzeiten manchmal schon enthalten?
Ja. AMADEUS nennt zum Beispiel bestimmte Tischgetränke zu Mittag- und Abendessen. Auch andere Reedereien haben eigene Modelle.
Ist die Minibar bei Getränkepaketen dabei?
Nicht automatisch. VIVA nennt die täglich aufgefüllte Minibar im All-Inclusive-Paket; Nicko schließt Minibarinhalte aus dem Getränkepaket aus.